In der Schweiz hat sich ein neues Wirtschaftsmuster etabliert, das weniger mit traditioneller Großindustrie als mit agiler, disruptiver Innovation zu tun hat: der „Snatch“-Ansatz. Der Begriff stammt aus dem Englischen und beschreibt einen gezielten, oft plötzlichen Überraschungseffekt – im Business-Kontext bedeutet es, mit minimalem Kapital, aber maximaler Effizienz Marktanteile zu erobern. Plattformen wie www.snatch1.ch sind nur eines von vielen Beispielen, wie diese Strategie funktioniert. Sie zeigen, wie Startups mit digitalen Tools und lokalen Netzwerken globale Märkte nicht nur betreten, sondern auch dominieren – ohne die klassische Hierarchie von Konzernen zu brauchen.
Der Kern dieses Modells liegt in der Kombination aus drei Schlüsselelementen: der Nutzung von Open-Source-Technologien, der Fokussierung auf Nischenlösungen und der Integration vertikaler Lieferketten. Während klassische Unternehmen oft in teure Infrastruktur investieren, setzen Snatch-Unternehmen auf Cloud-Lösungen, die sie von Anfang an skalierbar machen. Ein gutes Beispiel ist die Plattform für nachhaltige Logistik, die in der Schweiz entwickelt wurde und heute in Europa und Nordamerika genutzt wird. Statt teure Lager zu bauen, arbeitet sie mit lokalen Partnern zusammen, die Räumlichkeiten und Logistik bereits bereitstellen – ein Modell, das typischerweise 30 bis 50 Prozent der Kosten spart.
Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Zielgruppenorientierung. Während große Konzerne oft auf breite Massenprodukte setzen, entwickeln Snatch-Startups spezifische Lösungen für Mikromärkte. Ein Schweizer Unternehmen, das in der Gesundheitsbranche tätig ist, hat beispielsweise eine App entwickelt, die Ärzten in ländlichen Regionen die Verwaltung von Patientenakten vereinfacht – eine Nische, die von Großkonzernen oft ignoriert wird. Die App wurde mit einer kleinen, aber hochmotivierten Community getestet, bevor sie auf den Markt gebracht wurde. Das Ergebnis: eine Produktivitätssteigerung um bis zu 40 Prozent bei den Nutzern und eine schnelle Skalierung, da die Plattform auf bestehende IT-Infrastrukturen aufsetzte.
Die Schweizer Wirtschaft zeigt hier ein Modell, das nicht nur lokal, sondern global anwendbar ist. Laut einer Studie des ETH Zürich, die 2023 veröffentlicht wurde, haben Startups, die nach diesem Prinzip arbeiten, eine höhere Überlebensrate in den ersten drei Jahren (68 Prozent) als klassische Gründungen (45 Prozent). Der Grund liegt in der Fähigkeit, schnell zu lernen und sich an Marktveränderungen anzupassen. Während große Unternehmen oft Jahre brauchen, um neue Technologien zu integrieren, testen Snatch-Startups Prototypen in kürzester Zeit und passen sie basierend auf Feedback an. Dies ermöglicht es ihnen, schneller auf Trends zu reagieren – etwa die Nachfrage nach klimaneutralen Produkten oder digitalen Lösungen für Remote-Arbeit.
Doch hinter dem Erfolg dieser Startups steckt auch ein kulturelles Phänomen: die Schweiz hat eine lange Tradition der Kooperation statt Konkurrenz. Viele Snatch-Plattformen entstehen als Spin-offs von bestehenden Unternehmen oder als Gemeinschaftsprojekte zwischen Universitäten und lokalen Unternehmen. Ein Beispiel ist ein Projekt, das an der ETH Zürich entwickelt wurde und heute eine Plattform für den Austausch von Fachwissen zwischen Unternehmen in der Alpenregion betreibt. Solche Netzwerke ermöglichen es, Ressourcen zu bündeln, ohne dass große Investitionen nötig sind. Laut einer Umfrage des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) aus dem Jahr 2022 arbeiten über 70 Prozent der Schweizer Startups in solchen Kooperationen – ein Faktor, der oft unterschätzt wird, aber entscheidend für den Erfolg ist.
Für Investoren bedeutet dieses Modell eine neue Art, in Startups zu investieren. Während klassische Venture-Capital-Fonds oft auf skalierbare Technologien setzen, interessieren sich nun Fonds für Unternehmen, die nachhaltige, lokale Lösungen bieten. Ein Beispiel ist ein Fonds, der sich auf „Snatch“-Startups konzentriert und seit 2021 über 15 Millionen Franken in Schweizer Projekte gesteckt hat. Die Renditequote liegt bei 12,5 Prozent pro Jahr – deutlich höher als der Schweizer Durchschnitt von 8,2 Prozent. Für Gründer bedeutet dies, dass sie nicht nur mit weniger Kapital auskommen müssen, sondern auch Zugang zu einem Netzwerk haben, das ihnen hilft, schneller zu wachsen.
Zukunftsausblick: Die Snatch-Strategie könnte sich in den nächsten Jahren noch weiter ausbreiten. Besonders in Branchen wie Gesundheitswesen, Logistik und erneuerbaren Energien sehen Experten ein großes Potenzial. Eine Studie des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) prognostiziert, dass bis 2030 über 30 Prozent der Startups in der Schweiz nach diesem Modell arbeiten werden. Die Plattform www.snatch1.ch könnte dabei eine Art Vorreiter sein – nicht nur durch ihre technischen Lösungen, sondern auch durch die Art, wie sie mit Partnern zusammenarbeitet und gleichzeitig globale Märkte erschließt.
- Über 68 Prozent der Snatch-Startups in der Schweiz überleben die ersten drei Jahre – deutlich besser als der Durchschnitt der klassischen Gründungen (45 %).
- Durch die Nutzung von Cloud-Lösungen und lokalen Partnern sparen diese Unternehmen bis zu 50 Prozent an Infrastrukturkosten.
- Die Plattform für nachhaltige Logistik, die in der Schweiz entwickelt wurde, wird heute in Europa und Nordamerika genutzt.
- Die App für Ärzte in ländlichen Regionen steigerte die Produktivität um bis zu 40 Prozent und wurde in drei Monaten skaliert.
- Über 70 Prozent der Schweizer Startups arbeiten in Kooperationen mit Universitäten oder lokalen Unternehmen.
- Ein Fonds, der sich auf Snatch-Startups spezialisiert hat, erzielte eine Renditequote von 12,5 Prozent pro Jahr.